Soja: eine lange Geschichte, von Fry’s kurz erzählt

Soja: eine lange Geschichte, von Fry’s kurz erzählt

Die Sojabohne wird bereits seit vielen Jahrtausenden von Menschen verzehrt. Die alten Chinesen glaubten sogar, dass Soja zu den fünf heiligen und überlebensnotwendigen Getreidesorten gehört (neben Reis, Weizen, Gerste und Hirse). Diese enorme
Wertschätzung erfährt Soja noch heute und wurde in der jüngeren Vergangenheit von der Wissenschaft bekräftigt. Seit einigen Jahren wird Soja sogar der Gruppe der „Functional foods“ (funktionelle Lebensmittel) zugeordnet. Diesen Lebensmitteln werden neben ihren reinen Nährwerten zusätzlich gesundheitsfördernde Eigenschaften nachgesagt. So führt bei
Erwachsenen der tägliche Verzehr von 25 g Soja laut einigen Ernährungsorganisationen zu einer deutlich besseren Herz-Gesundheit.

Aber auch wenn Soja eine traditionelle, natürliche Proteinquelle und ein anerkanntes„Functional food“ ist, werden einige Aspekte des Verzehrs von Soja kontrovers betrachtet: Die unterschiedlichen Auswirkungen verschiedener Soja-Sorten sind als erster Punkt in dieser Diskussion zu nennen. Wie in der aktuell geführten Debatte um den Low Carb-Trend (es gilt, wenige bis gar keine Kohlenhydrate zu essen und wenn überhaupt, dann sollten sie ballaststoffreich oder aus Vollkorn, aber unter keinen Umständen aus Zucker sein), muss auch die Wahl des Sojas gut bedacht sein: Denn sich selbstständig verbreitender, genmanipulierter Soja steht in Verdacht, gesundheits- und umweltschädlich zu sein. Dies sollte aber unter keinen Umständen mit Soja, der auf natürliche Art und Weise angebaut wird, in Verbindung gebracht werden. Denn natürlicher Soja hat die genau gegenteilige Wirkung. Nahrungsmittel aus Soja werden sogar für Ernährungstherapien zur Heilung von Krankheiten und der Verbesserung der Gesundheit verwendet. Soja erzielt eine positive Wirkung bei Herzkrankheiten, der Menopause, hormonell bedingten Krebsarten wie Brust- und Prostatakrebs und stärkt den Knochenaufbau.

Warum ist Soja so gesund?

1. Soja ist ein hochwertiges und „vollständiges“ Protein
Soja spielt in einer (rein) pflanzlichen Lebensweise eine essentielle Rolle. Denn es ist eine
der wenigen Pflanzenarten, die den menschlichen Körper mit den Proteinen versorgen, die sich mit Proteinen aus Fleisch vergleichen lassen. Um den Nährwert von Lebensmitteln hinsichtlich ihrer Proteinqualität zu bemessen, ist es wichtig, sich das Aminosäureprofil der einzelnen Proteine anzuschauen (Proteine setzen sich aus mehreren Aminosäuren zusammen. Einige produziert der Körper selber, „essentielle Aminosäuren“ müssen hingegen über die Nahrung eingenommen werden). „Vollständige Proteine“ beinhalten all diese essentiellen Aminosäuren. Tierische Proteine werden generell als „vollständige Proteine“ gesehen, während die meisten pflanzlichen Proteine nur ein Teil der essentiellen Aminosäuren enthalten. Soja ist dabei die positive Ausnahme: es ist eines der wenigen Pflanzenproteine, das alle essentiellen Aminosäuren enthält und deshalb ein
„vollständiges Protein“ ist.

2. Soja ist frei von Cholesterin!

Cholesterin tritt ausschließlich in tierischen Produkten auf. Vom Proteingehalt lässt sich Soja mit Fleisch, Geflügel und Fisch vergleichen, das schädliche Cholesterin enthält es im Vergleich zu seinen „tierischen Kollegen“ aber nicht – ein klarer Vorteil für die pflanzliche Variante.

3. Soja ist eine wertvolle pflanzliche Quelle an Eisen!
Es gibt verschiedene nahrungsrelevante Eisen-Verbindungen. Einige werden gut, andere eher schlecht vom Organismus aufgenommen. Allgemein wird davon ausgegangen, dass Eisen aus tierischen Proteinen besser verarbeitet wird als aus pflanzlichen Quellen, denen grundsätzlich eine geringe Bioverfügbarkeit nachgesagt wird. Neue Studien belegen, dass Soja zu größten Teilen aus Ferritin besteht, einer Eisen-Art, die besonders gut vom menschlichen Körper akzeptiert wird.

4. Soja-Protein ist ideal für Sportler!
Es ist allgemein bekannt, dass Proteine für den Muskelaufbau enorm wichtig sind, gerade Sportler müssen sich deshalb proteinreich ernähren. Was bei diesem Thema jedoch häufig missverstanden wird, ist die Tatsache, dass es nicht nur auf die Menge des zugeführten Proteins, sondern vor allem auf die Art des Proteins ankommt, um den optimalen Muskelaufbau zu erreichen. Dabei sind verschiedene Bedürfnisse der Athleten zu berücksichtigen: Welcher Sport wird betrieben? Wie hoch ist der gesamte Energiebedarf des aktiven Menschen? Zusätzlich zu ihrer gewohnten Ernährung greifen viele Sportler zu Nahrungsergänzungsmitteln, um ihren Energie- und Proteinbedarf zu decken.

Doch übermäßiger Protein-Konsum kann einen beeinträchtigten Glukosespiegel, Dehydration und eine Belastung der Nieren zur Folge haben. Nachweislich ist die Einnahme von Soja-Protein deutlich schonender für die Nieren als der Konsum von tierischen Proteinen. Zudem führen tierische Proteine (,die Fett enthalten) zu einer insgesamt deutlich fetteren und kalorienreicheren Ernährungsweise. Dies hat natürlich einen negativen Einfluss auf den Körperfettanteil von Sportlern und Sportlerinnen. Deshalb empfiehlt sich Soja als eine gute Nahrungsquelle für Athleten, denn es ist sehr proteinreich ohne dabei viel Fett zu enthalten.

5. Soja liefert Isoflavone!
In Soja stecken gesundheitsfördernde sekundäre Pflanzenstoffe namens Isoflavone. Es gibt verschiedene Arten von Isoflavonen, aber zwei besondere Vertreter (Genistein und Daidzein) wurden besonders genau untersucht. Dabei ist herausgekommen, dass diese beiden Isoflavone eine ganz ähnliche Struktur wie das Hormon Östrogen besitzen.

Diese sogenannten „Pflanzen-Hormone“ (Isoflavone) haben eine geringere Wirkung als echte Hormone, scheinen jedoch einen positiven Einfluss auf das Gleichgewicht des Östrogen-Haushalts zu haben. Ebenso sind sie in der Lage, den Cholesterinspiegel zu senken. Darüber hinaus wirken die in Soja entdeckten Phytoöstrogene als Antioxidantien, blocken Krebserreger, unterdrücken Tumore und beugen hormonbedingten Arten von Krebs vor, in dem sie Östrogene bereits am Rezeptor binden.

Weitere Studien belegen, dass pflanzliche Östrogene vasomotorische Symptome der Menopause, wie beispielsweise Hitzewallungen regulieren können. Außerdem scheinen sie, durch das Wirken von Genistein, Frauen vor Osteoporose schützen zu können, in dem sie knochenbildende Zellen stimulieren.

 

Sind irgendwelche Nebenwirkungen durch den Verzehr von Soja bekannt?
Solange man nicht gegen Soja allergisch ist und qualitativ hochwertiges Soja zu sich nimmt, der nicht genmanipuliert ist, gibt es eigentlich keinen Grund, auf Soja zu verzichten.

Wer sich um Hormone im Essen sorgt, darf bei Soja beruhigt sein. Es hat keine zweifelhaften Wirkungen. Die pflanzlichen Hormone sind um ein tausendfaches schwächer als die Hormone, die sowieso in den Organismen der meisten Lebewesen auftreten.

Hin und wieder tauchen kuriose Theorien in der Gesellschaft auf, die zu Fragen bezüglich der Wirkung von Pflanzenöstrogenen, insbesondere auf Männer, führen. Medizinische Studien weisen jedoch darauf hin, dass Isoflavonen keine feminisierende Wirkung auf Männer haben, auch nicht bei erhöhtem Verzehr, im Vergleich zu gängigen Essgewohnheiten. Darüber hinaus hat eine Metaanalyse zu dem Thema das Ergebnis hervorgebracht, dass Sojaproteine keinerlei Auswirkungen auf männliche Fortpflanzungs-Hormone haben.

In der Literatur gibt es vereinzelt Andeutungen, dass sojahaltige Nahrungsmittel Gicht fördern würden. Tatsächlich enthalten alle proteinreichen Lebensmittel Substanzen, Purine genannt, die im Stoffwechsel Harnsäure als Nebenprodukt erzeugen. Angeblich verstärken Purine die Bildung der Säure und verschlimmern so Gicht-Symptome. Jedoch weisen Soja-Proteine im Vergleich zu Proteinen aus tierischen Quellen einen geringeren Purin-Wert auf. Zusätzlich gilt es zu erwähnen, dass die medikamentöse Behandlung von Gicht in den letzten Jahren solche Fortschritte gemacht hat, dass eine eingeschränkte Einnahme von Purinen gar nicht mehr erforderlich ist.

 

Was hat es mit Nahrungsergänzungsmitteln aus Soja auf sich?
Es besteht ein riesiger Unterschied zwischen Nahrungsmitteln, die Soja enthalten und hochkonzentrierten Ergänzungsmitteln auf Sojabasis, die natürlich auch eine deutlich höhere Konzentration von Isoflavoren aufweisen. Es gibt noch keine wissenschaftlichen Abhandlungen, die sich mit der übermäßigen Einnahme von Soja beschäftigen. Doch empfiehlt es sich auch bei Soja, so wie bei allen anderen gesunden Lebensmitteln den Bedarf über eine ausgewogene Ernährung abzudecken, statt über die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln.

Was bedeutet das insgesamt?
Klinische Studien, die auf die gesundheitlichen Vorteile von Soja-Verzehr hinweisen, sind von einer Menge von 50 bis 100 mg sojabasierten Isoflavoren ausgegangen. Das entspricht einer Menge von 15-20 g Soja-Protein. Fry’s-Produkte enthalten im Durchschnitt 8-10 g Soja-Protein pro Portion, was den aktuellen wissenschaftlichen Empfehlungen für den sicheren und regelmäßigen Verzehr von Soja ziemlich exakt entspricht.

Die Zusammensetzung der Fry’s-Produkte basiert auf einer Auswahl an pflanzlichen Proteinen, die Soja enthalten, aber nicht darauf beschränkt sind. Unsere jahrelange Weiterentwicklung der Produkte hat uns gezeigt, dass es richtig ist, auf Vielfalt, Ausgewogenheit und Gleichgewicht der Zutaten zu setzen.

 

Darüber hinaus empfehlen wir an dieser Stelle noch mal dringend, nur zu Soja-Produkten zu greifen, die garantiert nicht aus genmanipuliertem Soja hergestellt wurden. Auch deshalb sind Produkte von Fry’s immer eine gute Wahl.

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